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Gründerzeit und Jahrhundertwende

Willibald Finster, geboren am 24. August 1854, erlernte von 1868 bis 1872 im väterlichen Geschäft das Goldschmiedehandwerk. Anschließend war er als Gehilfe in Werdau, Reichenbach/Vogtland, Darmstadt, Stettin und später in der väterlichen Werkstatt tätig und übernahm am 1. November 1883 das Geschäft seines Vaters.

Willibald Finster wurde Prüfungsmeister für die Gehilfen- und Meisterprüfung und setzte sich im Jahre 1900 sehr für den Zusammenschluss der Gold- und Silberschmiede in Deutschland ein, worauf bald der „Verband der deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede“ entstand.

Schon im Frühjahr 1901 zogen die Görlitzer Gold- und Silberschmiede nach und gründeten am 30. März 1901 die „Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede in Görlitz“. Vorsitzender der „Freien Vereinigung der Gold- und Silberschmiede in Görlitz“ war Willibald Finster anschließend bis 1921, danach wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Seit 1912 gehörte er dem „Ausschuß des Verbandes deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede“ an, welcher aus 12 Herren bestand.

Die Gewerbeausstellungen von 1885 und 1905 wurden mit Bronze- und Goldmedaillen belohnt. Wie auch sein Vater Theodor und später sein Sohn Willi war Willibald ein gerichtlicher Sachverständiger.

Willibald Finster starb am 13. März 1937 in Görlitz.




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